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Galjoen zonder poen
- Niveau
- Fortgeschritten
- Tiefe
- 40 m
- Strömung
- Stark
- Saison
- Ganzjährig
Alarm-Standortnummer NOB 68A — gib diese Nummer bei einem Notruf (112) immer an, damit die Rettungsdienste diesen Tauchplatz schnell finden.
Tipp
**Allgemeiner und historischer Kontext:** „Galjoen zonder Poen“ ist einer der faszinierendsten Wracktauchplätze in den salzigen Gezeitengewässern der Oosterschelde. Der charakteristische Name wurde dem Tauchplatz vor Jahrzehnten von belgischen Sporttauchern gegeben. Unter Wasser befindet sich ein Fracht- oder Arbeitsschiff aus Stahl, das parallel zum Deich auf einem sanft abfallenden Sandboden ruht. Neben dem historischen Wert des Wracks selbst ist der Tauchplatz für den artenreichen Unterwasserlebensraum bekannt, der sich auf und um das Schiff herum entwickelt hat. **Praktische Informationen & Erreichbarkeit:** Der Tauchplatz liegt am Steldijk auf Zuid-Beveland, auf halber Strecke zwischen Kattendijke und Wemeldinge. Die offizielle Adresse für Rettungsdienste ist die Kreuzung des Steldijk mit dem Binnendijk in Wemeldinge (nahe der Abzweigung zum Hoogeweg). Das Parken ist ausschließlich am Straßenrand entlang des Binnendijk gestattet. Achten Sie beim Überqueren des Deiches mit Tauchausrüstung besonders auf den vorbeifahrenden Verkehr, da auf dieser Deichstrecke oft schnell gefahren wird. Eine feste Treppe über den Seedeich bietet Zugang zum Ufer. **Unterwassernavigation zum Wrack:** Das Auffinden des Wracks erfordert eine präzise zweistufige Navigation mit Kompass und Tiefenmesser: **1. Der Abstieg (Kurs 0° Nord):** Nach dem Eintauchen nimmst du sofort einen nördlichen Kompasskurs ein. Du tauchst an einem steinigen Abhang entlang ab, der ziemlich steil nach unten fällt. In den flacheren Wasserschichten kann aufgewirbeltes Sediment die Sicht einschränken; sobald du tiefer kommst, klärt sich das Wasser in der Regel deutlich auf. Halte strikt Kurs nach Norden, bis dein Tiefenmesser etwa 23 Meter anzeigt. Hier endet der steile Hang und du gelangst auf eine leicht abfallende Sandebene. **2. Die Anfahrt (Kurs 270° West):** Sobald du den Sand in 23 Metern Tiefe erreichst, machst du eine rechtwinklige Kurve nach links (westlicher Kurs). Folgen Sie dieser Sandzone, während die Tiefe allmählich auf etwa 25 bis 26 Meter ansteigt. Schon bald stoßen Sie auf lose liegende Metallteile des Wracks und Austernkolonien; folgen Sie diesen Spuren weiter in westlicher Richtung, um direkt zum Hauptwrack zu gelangen. **Ausrichtung des Wracks und Orientierungspunkte:** - Bugbereich: Das Schiff liegt parallel zur Küstenlinie und zeigt mit der Nase nach Osten. Der emporragende Bug ist der markanteste Orientierungspunkt und ragt etwa vier Meter über den umgebenden Sandboden hinaus. Die vorderen Stahlspanten sind noch intakt, mit deutlichen Öffnungen auf der Steuerbordseite der Schiffswand. - Heck: Weiter westlich ist der Rumpf verfallen und unter einem kompakten Riff aus japanischen Austern verborgen. Schwimmt man am Wrack vorbei etwas weiter nordwestlich auf die Sandfläche hinaus, stößt man noch auf die kompakten Überreste eines kleinen Arbeitsbootes. **Rückkehr und Dekompressionsmanagement (Kurs ~200° Süd/Südwest):** Beende den Wracktauchgang rechtzeitig, um innerhalb der Nullzeit zu bleiben. Um sicher und langsam aufzusteigen, nimm vom Wrack aus Kurs in Richtung Südwesten (ca. 200°). In einer Tiefe von etwa 18 Metern stößt du auf die Ausläufer des Basalt-Wellenbrechers. Indem du diesem steinigen Abhang ruhig in südlicher Richtung in immer geringerer Tiefe folgst, vollziehst du einen natürlichen Multilevel-Aufstieg. Dieser führt dich ganz von selbst zurück zum flachen Plateau bei der Einstiegstreppe, während dein Körper in Ruhe entgasen kann. **Tauchbedingungen & Gezeitenplanung:** Dieser Tauchplatz ist äußerst strömungsanfällig und ausschließlich für Taucher geeignet, die nachweislich Erfahrung mit Gezeitenströmungen haben. Das Tauchen während der Hochwasserwende (HW) wird aufgrund der Tiefe offiziell dringend abgeraten. Die Niedrigwasserwende (LW) ist für diesen Tauchplatz bei weitem vorzuziehen: - Vorteile bei Ebbe (LW): Das Wrack befindet sich dann in geringerer Tiefe und die Sicht ist dort im Allgemeinen deutlich besser als bei Flut (HW). - Planungstipp: Etwa 30 Minuten vor dem Wasserstandswechsel ins Wasser zu gehen, bietet den Vorteil, dass man mit den letzten Resten der Ebströmung bequem zum Wrackort treiben kann. - Maximale Tiefe des Tauchplatzes: ca. 40 Meter (in der Strömungsrinne). - Gezeitenversätze gegenüber der Referenzstation Stavenisse: * Hochwasser (HW): +5 Minuten (Tauchen nicht empfohlen) * Niedrigwasser (LW): 0 Minuten (kein Versatz) **Artenvielfalt (Flora & Fauna):** Sowohl das Stahlgerüst des Wracks als auch die Basaltblöcke des Wellenbrechers fungieren unter Wasser als spektakuläres künstliches Riff. Auf dem harten Untergrund haben sich große, blasse Badeschwämme und Anemonen angesiedelt. Zwischen den Spanten, Öffnungen und japanischen Austernriffen leben zahlreiche Nordseekrabben, Porzellankrabben und Europäische Hummer. Der umgebende Sandboden bildet zudem ein beliebtes Jagdgebiet für Plattfische und verschiedene Fischarten, die die Strömungsrinne passieren.
Fauna
- Austern
- Krabben
- Windröschen
- Plattfische
Hoch- / Niedrigwasser heute
- LW02:10-1.17 m
- HW08:301.24 m
- LW14:10-1.60 m
- HW21:001.31 m
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